Die allermeisten Behandlungen in der Endodontie sind Wurzelkanalbehandlungen. Wird die Karies nicht frühzeitig behandelt, werden sich Bakterien bis tief ins Zahninnere ausbreiten. Nun greifen sie den Zahnnerv an,  es kommt oft zu starken Schmerzen. Manche Infektionen verlaufen auch schmerzfrei, die jedoch mithilfe eines Röntgenbildes erkannt werden. Aber auch durch Unfälle, zahnmedizinische oder kieferorthopädische Behandlungen kann sich der Zahnnerv entzünden.

Mithilfe einer Wurzelkanalbehandlung kann der betroffene Zahn sehr oft erhalten werden. Dabei wird der erkrankte Zahnnerv unter örtlicher Betäubung entfernt und der entstandene Hohlraum wird durch medikamentösen Einlagen Spülungen und desinfiziert. Anschließend werden die Wurzelkanäle (bei großen Backenzähnen 3-5 Stück) mit der Wuzelfüllung bakteriendicht verschlossen.

Die bei der Wurzelkanalbehandlung benötigten Röntgenbilder werden in unserer Praxis mittels digitalem Röntgen erstellt. Im Vergleich zu herkömmlichem Röntgen wird durch die hohe Empfindlichkeit der Sensoren die Strahlenbelastung des Patienten reduziert und es kann auf umweltschädliche Chemikalien verzichtet werden.

Damit die verbleibende Zahnhartsubstanz langfristig den Kaukräften standhält, ist meist die Versorgung mit einer Teilkrone oder Krone  angezeigt

Da jedoch die Wurzelkanalbehandlung einer der kompliziertesten zahnmedizinischen Eingriffe darstellt, ist es möglich, dass die Wurzelkanalbehandlung nicht immer den gewünschten Erfolg erzielt. Um den betroffenen Zahn trotzdem zu erhalten, besteht die Möglichkeit eine erneuten Wurzelkanalbehandlung, eine sogenannte Revisionsbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion durchzuführen, bei der die Wurzelspitze mitsamt dem entzündetem Gewebe entfernt wird.